Leitbild

Diakonisch handeln

Leitlinien des Diakonischen Werkes der Evang. Luth. Dekanate Bad Windsheim, Markt Einersheim, Neustadt/Aisch und Uffenheim e.V., der Zentralen Diakoniestation im Raum Neustadt/Aisch gemeinnützige GmbH und des Vereins für Gemeindediakonie Neustadt/Aisch e.V.

 

Grundlagen

Diakonie wird in der Art sichtbar, wie wir handeln, wo wir handeln, welche Aufgaben wir angreifen und wie wir als Mitarbeitende miteinander und mit unseren Klienten umgehen.

Dieser Leitfaden beschreibt, wodurch sich unser Handeln als diakonischer Träger nach innen wie nach außen auszeichnen soll. Er dient uns als Organisation zur Selbstverpflichtung und Richtschnur und ist Grundlage für kritische Selbstreflexion aller Mitarbeitenden. Wir sind uns bewusst, dass wir immer wieder unseren Ansprüchen nicht immer und in allen Fällen gerecht werden. Dies ist uns Ansporn, sie immer neu in den Blick zu nehmen und daran zu arbeiten.

Was uns trägt

Grundlagen unseres diakonischen Handelns sind

•      der Auftrag zur Nächstenliebe,

•      das christliche Menschenbild und

•      die Einbindung in die Evang. Luth. Landeskirche in Bayern.

 

Respekt und Wertschätzung sind die Basis des Miteinanders.

Wir wissen, dass kein Mensch und keine Organisation ohne Fehler ist und niemand fehlerlos handelt. Es kommt uns darauf an, Fehler und Fehlentwicklungen zu bemerken, zu beheben und ihre Folgen in Grenzen zu halten.

Darum darf der, der Fehler macht, sie eingestehen.

Darum darf der, der Fehler merkt, auf sie hinweisen.

Dabei spielen Hierarchien keine Rolle.

Wir wollen einen konstruktiven Umgang mit Fehlern pflegen, der sich darin äußert, Verantwortung für eigene Fehler zu übernehmen, diese nach Möglichkeit wieder gutzumachen, vergeben und Vergebung erbitten zu können.

 

Unser Handeln

Auftrag und Wirtschaftlichkeit

Die Diakonie beschäftigt hauptamtliche, neben- und ehrenamtliche Mitarbeitende. Zur Verwirklichung ihrer  Aufgaben nutzt das Diakonische Werk Gebäude, die erhalten und den Anforderungen immer wieder angepasst werden müssen.

Wirtschaftliche Betriebsführung ist eine wesentliche Voraussetzung, um der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden gerecht zu werden und die Arbeit auch langfristig anbieten zu können.

Wirtschaftlichkeit ist immer Mittel zum Zweck, nicht der Zweck unseres Handelns.

Überschüsse nutzen wir, um auch Dienste und Leistungen anbieten zu können, deren Kosten nicht oder nicht vollständig gedeckt sind. Wir können so Menschen helfen, denen sonst nicht geholfen werden kann. Darüber entscheiden in jedem Einzelfall die jeweils Verantwortlichen: Mitarbeitende in ihrem Arbeitsfeld und Entscheidungsgremien.

 

Wie wir arbeiten

Wir wollen qualitativ hochwertige und professionelle Unterstützung anbieten.

Wir bringen unseren Klienten unabhängig von deren weltanschaulichen Einstellung Wertschätzung und Respekt entgegen.

Wir versuchen, den uns anvertrauten Kindern religiöse Werte zu vermitteln und diese Werte als eigene Haltung in unsere Arbeit einzubringen.

Wir nehmen den Bedarf nach Seelsorge wahr. Seelsorge geschieht z.B. durch Gespräche, Rituale, die Ausgestaltung der christlichen Feste, Andachten und Gottesdienste.

Wir arbeiten zur Erfüllung unseres seelsorgerlichen Auftrags mit den Kirchengemeinden zusammen.

Wir achten auf die Bedürfnisse von Menschen am Ende ihres Lebens und gestalten ein würdiges Sterben, das der Individualität von Menschen Rechnung trägt.

 

Wie wir miteinander umgehen

Wertschätzung und Respekt sind die Basis unseres Miteinanders.

Alle Mitarbeitenden sind gleich wichtig.

Ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende ergänzen einander.

Auf neue Kollegen und Kolleginnen gehen wir ohne Vorurteile zu.

Kollegen unterstützen einander, beim Erkennen von Stärken und Schwächen wie bei der persönlichen und fachlichen Entwicklung.

Wir achten darauf, dass sich niemand in seinem Engagement ausgenutzt fühlen muss.

Belastungen tragen wir gemeinsam.

Jede/r darf seine Meinung äußern. Die das nicht von sich aus können, fragen wir.

Wir pflegen einen angemessenen, freundlichen Umgang untereinander, egal in welcher Position wir zueinander stehen.

Wir schenken uns gegenseitig Anerkennung für unsere Leistungen und Erfolge.

 

Wie wir leiten

"Diakonisch leiten" heißt, eine christliche Haltung / christliche Werte zu leben und dies die Mitarbeitenden auch spüren zu lassen.

Leitende spielen eine besondere Rolle bei der Gestaltung diakonischen Handelns Sie haben Macht gegenüber den Mitarbeitenden und gestalten Rahmenbedingungen für die Grundsätze diakonischer Einrichtungen.

Durch ihr Auftreten und ihre Entscheidungen tragen sie besondere Verantwortung bei der Verwirklichung des diakonischen Auftrags und haben Vorbildfunktion. Daher werden bei der Auswahl von Leitungskräften neben der Fachlichkeit die christliche Haltung und die Fähigkeiten zur Personalführung beachtet. Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Integrität, Kommunikationsfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Reflexions- so wie Kritikfähigkeit sind wichtig, um die diakonische Identität positiv zu entwickeln.

Umgang

Wir gehen fair miteinander um

Wir gestehen zu, dass Menschen Stärken und Schwächen haben. Wir zeigen den Stärken Anerkennung. Wir gestehen uns zu, dass wir Fehler machen und geben die Chance der Weiterentwicklung.

Wir geben jedem eine Chance und fördern unsere Mitarbeitenden

Wir stellen uns Konflikten und finden eine Lösung. Dabei sind wir uns bewußt, dass es Entscheidungen gibt, die nicht alle Parteien zufrieden stellen.

 

Entscheidungen

Wir beziehen Mitarbeitende der jeweiligen Arbeitsbereiche so weit wie möglich in die Entscheidungsfindung ein.

Entscheidungen müssen für die Mitarbeitenden transparent sein.

Die Umsetzung von Entscheidungen geschieht zielstrebig und verlässlich

Wir gestehen ein, wenn Entscheidungen falsch waren und sind fähig, diese zu korrigieren.

 

Kommunikation

Wir gestalten Kommunikation angstfrei und vertrauensvoll

Gelingende Kommunikation braucht Zeit und echtes Interesse am Gegenüber als ganzem Menschen – mit all seinen Wünschen, Bedürfnissen, Ängsten, Sorgen, Nöten.

 

Rahmenbedingungen

Wir versuchen, die Arbeit so zu gestalten, dass die Aufgaben erfüllt werden können. Dabei muss immer neu ein Ausgleich geschaffen werden zwischen den Wünschen und Bedürfnissen unserer Klientinnen und denen unserer Mitarbeitenden.

"Work-life-balance" bedeutet, Arbeit und Freizeit, Bedürfnisse der Anvertrauten und der Mitarbeitenden, Interessen der Einrichtung und persönliche Bedürfnisse ausgewogen zu gestalten.

Das kann heißen

auf persönliche Umstände der Mitarbeiter einzugehen, wo es mit den Anforderungen unserer Aufgaben vereinbar ist

flexibel bei Arbeitszeiten und Arbeitsbelastung zu sein

teamförderliche Bedingungen zu schaffen

gute Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter zu schaffen, um gute (diakonische) Arbeit zu ermöglichen.

 

Fehler zu machen ist menschlich, sie zu vergeben göttlich. Sich ständig um Verbesserung zu mühen ist Lebenshaltung. Ohne Vergebung ist Gemeinschaft unmöglich.

 

 

 

Aktuelles aus der Diakonie

26.10.2017

Der Zeit voraus. Diakonie Neustadt-Aisch feiert Geburtstag

Was im Raum der bayerischen Diakonie mittlerweile an vielen Orten diskutiert und praktiziert wird – die Diakonie Neustadt-Aisch hat bereits vor vierzig Jahren damit begonnen: Die Zusammenarbeit über Dekanatsgrenzen hinweg. „Zu einer Zeit, als andernorts noch jeder Dekanatsbezirk sein eigenes Diakonisches Werk hatte, haben sich in diesem Teil Westmittelfrankens vier Dekanate zu einem gemeinsamen Werk zusammengeschlossen. Heute ist diese Zusammenarbeit eine Selbstverständlichkeit,“ so Michael Bammessel, der Präsident der bayerischen Diakonie, zum vierzigjährigen Jubiläum des Träger in Mittelfranken. | mehr lesen?


01.12.2017

Gruppenangebot Soziale Kompetenz für Mädchen und Jugen im Alter von 8-10 Jahren

Die Erziehungsberatungsstelle bietet ab 29.01.2018 eine Gruppe für Kinder im Alter von 8-10 Jahren zum Thema Soziale Kompetenz an. | mehr lesen?


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