AUFTAKTGOTTESDIENST MENSCHENRECHTE IN UFFENHEIM

Warum Menschenrechte wichtig sind, wie man sich im Alltag für sie einsetzen kann und welches biblische Menschenbild ihnen zugrunde liegt, um diese Fragen drehte sich der Sonntag-Morgen-Spezial-Gottesdienst in der Stadtkirche St. Johannis in Uffenheim.

„Mit diesem Gottesdienst möchten wir auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen und den Auftakt setzen für eine Veranstaltungsreihe zum Thema Menschenrechte im Laufe des Jahres“, so Dekan Uwe Rasp bei seiner Begrüßung. Gemeinsam mit dem Evang.-Luth. Dekanat Uffenheim und dem Diakonischen Werk der Landkreisdekanate hat das evangelische Bildungswerk „Bildung evangelisch zwischen Tauber und Aisch“ die EKD-Ausstellung MENSCHEN.RECHTE.LEBEN. der Menschenrechtsinitiative #freiundgleich für das erste Quartal 2021 nach Uffenheim geholt.

Für das Diakonische Werk der Evang.-Luth. Dekanatsbezirke Bad Windsheim, Markt Einersheim, Neustadt a. d. Aisch und Uffenheim erklärte Integrationslotsin Sonja Schneider-Rasp, was besonders Artikel 2 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, das Verbot der Diskriminierung, für die Integration bedeutet: „Gleiche Chancen für alle, auch für Zugewanderte. Wenn wir das ernst nehmen, dann müssen wir zunächst einmal an unseren eigenen Vorurteilen arbeiten.“

In den Mittelpunkt ihrer Predigt stellte Pfarrerin Heidi Wolfsgruber, Bildungsbeauftragte im Dekanat Uffenheim, die Gottesebenbildlichkeit des Menschen. Diese beinhalte nämlich nicht nur die Würde jedes einzelnen Menschen, sondern auch die Vielfalt menschlichen Daseins. Gott zu ehren gehe daher einher mit der Anerkennung von Menschen verschiedener Hautfarbe, Herkunft und Geschlecht. Die Menschenrechte stellen für Wolfsgruber zudem die Frage nach der Macht: Über wen stelle ich mich – und warum, wenn nach der UN-Menschenrechtskonvention doch alle Menschen gleich und frei und geschwisterlich verbunden sein sollen? Anhand kleiner Holzfiguren des Künstlers Ralf Knoblauch machte die Pfarrerin zudem deutlich: In jedem Menschen steckt eine Königin oder ein König, der damit beauftragt ist, insbesondere die Menschen aufzurichten und zum Strahlen zu bringen, denen die Menschenrechte verwehrt werden.

Aufgrund der momentanen Pandemielage ist noch nicht abzusehen, ob die Ausstellung wie vorgesehen ab Mitte Februar besichtigt werden kann, in jedem Fall wird es aber im Verlauf des Jahres weitere Gottesdienste zu Teilaspekten der Menschenrechte geben.

Bildunterschrift:

Vor dem Menschenrechte-Turm konnten Dekan Uwe Rasp, Sonja Schneider-Rasp (Mitte) und Pfarrerin Heidi Wolfsgruber (rechts hinten) auch Vertreter aus Politik und Diakonie begrüßen (v.l.n.r.): die Kreis- und Stadträtinnen Ulrike Streng und Kristin Langmann, Diakon Frank Larsen, Bundestagsabgeordneter Uwe Kekeritz und (ganz rechts) stellvertretende Landrätin und 3. Bürgermeisterin Ruth Halbritter. Der Einladung gefolgt war auch Landtagsabgeordneter Volkmar Halbleib (nicht im Bild).

Bild: Andreas Rasp

freiundgleich Ausstellungsbroschüre